Geschichte

Erste Aufzeichnungen über die Verwendung von Fliegen zum Angeln gibt es bereits aus dem zweiten Jahrhundert. Demnach berichtete der Römer Caludius Aelianus zu dieser Zeit von Mazedonischen Fischern, die mit Wolle künstliche Köder zum Angeln herstellten. Auch in Japan ist die Technik des Fliegenfischens schon sehr lange bekannt, dort unter dem Namen „Tenkara“. Die langen Ruten des Fliegenfisches wurde dort insbesondere in den Bergen eingesetzt, um Köder besser in der Nähe der Beute platzieren zu können. Ab dem 12. Jahrhundert wird auch eine andere Methode des Fliegenfischens in Japan dokumentiert, das sogenannte Ayu Fishig. Diese Technik sollte den Kriegern zur Entspannung und Meditation dienen und wurde eher im flachen Land praktiziert.

Compleat Angler von Izaak Walton
Compleat Angler von Izaak Walton

Das 1653 veröffentlichte Buch “Compleat Angler” von Izaak Walton machte das Fliegenfisch schließlich als Sport populär und sorgte für eine erste Bekanntheitswelle. Insbesondere in England finden sich anschließend vermehrt Hinweise auf die Ausübung dieser Angeltechnik, sowohl in Schottland beim Lachsfischen als auch entlang der Themse. Einige Bücher beschrieben bereits zu dieser Zeit die Herstellung verschiedener künstlicher Köder, die beim Fliegenfischen eingesetzt wurden. 1655 wurde von Charles Kirby ein Angelhaken entworfen, der auch noch heute die Basis für die Haken des Fliegenfischens bildet. Ebenfalls vom ihm stammt der sogenannte Kirby bend, ein spezieller Haken, der auch heute noch populär ist.